Kleiderschrank-Cosplay
Beim Kleiderschrank-Cosplay (auch bekannt als Closet Cosplay) wird ein Kostüm zusammengestellt, indem man Alltagskleidung aus dem eigenen bereits vorhandenen Kleiderschrank passend kombiniert. Dies ermöglicht eine schnelle und einfache Umsetzung, insbesondere bei realitätsnahen Charakteren. Doch auch darüber hinaus ist es oft eine Frage der Kreativität, selbst komplexe Figuren mit diesem Ansatz darzustellen. Ein Vorteil ist oft, dass auf diese Weise ein Cosplay kostenschonend gestaltet werden kann.
Mögliche Lernbereiche:
Kreativität, Ressourcenbewusstsein, Nachhaltigkeit, Modedesign
Materialvorschlag
- Kleidung von Zuhause
- … und Material für die geplante Umgestaltung (z. B. nicht mehr verwendete Gürtel, Taschen und Täschchen (auch von Kameras, Ferngläsern, …), Handschhe,Hüte usw.)
Beim sogenannten Kleiderschrank-Cosplay, auch bekannt als „Closet Cosplay“, wird ein Kostüm aus bereits vorhandenen Alltagskleidungsstücken und Accessoires zusammengestellt. Die Idee dahinter ist es, mit dem zu arbeiten, was im eigenen Kleiderschrank oder im Haushalt vorhanden ist. Dies ermöglicht eine schnelle, unkomplizierte und vor allem kostengünstige Umsetzung von Kostümen — besonders für Charaktere, deren Kleidung an Alltagsmode angelehnt ist. Doch auch bei aufwendigeren oder fiktiven Figuren liegt der Reiz darin, kreative Lösungen zu finden und Outfits durch geschickte Kombination und die Ergänzung von Details charaktertypisch zu gestalten.
Der Ansatz fördert nicht nur den ressourcenschonenden Umgang mit Kleidung und die Wertschätzung vorhandener Materialien, sondern auch Improvisationstalent, Kreativität und ein gutes Gespür für Farbkombinationen, Formen und Stile. Die Schüler*innen setzen sich dabei intensiv mit der Figur auseinander und überlegen, welche Kleidungsstücke und Accessoires deren Merkmale am besten widerspiegeln. Gleichzeitig eröffnet das Kleiderschrank-Cosplay die Möglichkeit, Charaktere zu interpretieren und sie in einen eigenen, vielleicht sogar modernen oder alternativen Kontext zu übertragen. Der spielerische Umgang mit Mode, Storytelling und Charakterdesign wird so mit Nachhaltigkeit und medienkritischem Denken verbunden.
Weitere Gedanken, Anmerkungen
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Impulsidee 1 – Kleiderschrank-Tauschbörse im Klassenzimmer
Im Rahmen einer „Closet Cosplay Tauschbörse“ bringen die Schülerinnen alte Kleidungsstücke, Accessoires und Stoffreste von zu Hause mit. Gemeinsam wird ein „Kostümfundus“ aufgebaut, aus dem sich alle bedienen können, um Cosplay-Outfits für bestimmte Figuren zusammenzustellen. Dabei lernen die Schülerinnen, vorhandene Dinge wertzuschätzen, kreative Lösungen zu finden und Kleidungsstücke aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Die Aktion fördert Teamarbeit, Nachhaltigkeit und regt zur Reflexion über den Wert und die Lebensdauer von Mode an.
Besonders geeignet für:
Textiles Gestalten und Materialkunde, Nachhaltigkeit
Impulsidee 2 – Stilbruch-Cosplay: Moderne Figuren in historischem Look
Die Schüler*innen wählen bekannte Charaktere aus Filmen, Serien oder Spielen und übertragen deren Outfits in einen anderen zeitlichen Kontext, zum Beispiel ins 19. Jahrhundert oder die 80er Jahre. Mit vorhandenen Kleidungsstücken und Accessoires entsteht so ein kreativer Stilbruch, der dazu einlädt, über Modetrends, historische Kleidung und die Wirkung von Mode auf Figuren nachzudenken. Die Ergebnisse können fotografisch dokumentiert und im Unterricht diskutiert werden: Welche Wirkung haben Kleidung und Styling auf die Wahrnehmung einer Figur?
Besonders geeignet für:
Theater, Geschichte
Impulsidee 3 – Alltagsheld*innen erfinden und darstellen
Statt bestehende Charaktere zu imitieren, erfinden die Schülerinnen eigene „Alltagsheldinnen“: Figuren, die sich durch bestimmte Eigenschaften, Hobbys oder kleine Superkräfte im Alltag auszeichnen. Anhand von Kleidungsstücken und Gegenständen aus dem eigenen Kleiderschrank entwickeln sie ein individuelles Outfit, das den Charakter sichtbar macht. Dabei reflektieren sie, welche Accessoires oder Farben bestimmte Eigenschaften symbolisieren könnten. So entsteht ein kreatives Rollenspiel-Projekt mit Bezug zur eigenen Lebenswelt und der Auseinandersetzung mit Identität und Selbstbild.
Besonders geeignet für:
Kreativität, Theater, Selbstwahrnehmung, Selbstbewusstsein, soziales Lernen

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