Karton

Karton zeichnet sich durch seine leichte Verarbeitbarkeit aus und ist damit ideal für kreative Projekte geeignet. Er lässt sich gut bemalen und bekleben, ist günstig, leicht verfügbar und problemlos mit anderen Materialien kombinierbar. Dadurch eignet er sich besonders gut für die Herstellung von Kostümteilen und Requisiten.

Mögliche Lernbereiche:

Bildnerisches Gestalten, Maß-Größenverständnis, Umweltbildung, Technisches Werken, Design- und Gestalten

Materialvorschlag

  • (recycelter) Karton
  • Schneidunterlagen
  • Cuttermesser
  • Metall-Lineale
  • Scheren
  • Hebelschneider
  • Klammerlmaschine
  • Farben (ggf. deckende Farben)
  • Schnüre
  • Lederbänder
  • Klebebänder
  • Folien
  • Textilien

Empfohlene Literatur / weiterführende Links:

Karton ist ein äußerst vielseitiges und zugängliches Material, das sich besonders gut für kreative Projekte im Bereich Cosplay eignet. Aufgrund seiner leichten Verarbeitbarkeit – er lässt sich einfach schneiden, falten, kleben und formen – bietet er eine ideale Grundlage für Schülerinnen und Schüler, um erste eigene Entwürfe und Umsetzungen von Kostümteilen oder Requisiten zu gestalten.

Ein weiterer Vorteil ist, dass sich Karton hervorragend bemalen und bekleben lässt. Ob mit Acrylfarben, Markern, Stoffen oder Dekorfolie – die Oberfläche nimmt verschiedenste Materialien gut an und ermöglicht individuelle, ausdrucksstarke Designs. Gleichzeitig ist Karton kostengünstig, nahezu überall leicht verfügbar (z. B. durch Recycling) und stellt somit ein niedrigschwelliges Einstiegsmedium dar, das kreatives Arbeiten ohne hohe Materialkosten ermöglicht.

Im Kontext eines CosTechPlays-Projekts in Schulen bietet Karton besonders großes Potenzial: Schülerinnen und Schüler können daraus Masken, Rüstungsteile, Accessoires oder größere Requisiten wie Schwerter oder futuristische Geräte bauen. In Kombination mit anderen Werkstoffen – etwa LEDs, leitfähige Folie, Klebebänder, Stoffreste oder kleinen Motoren – lässt sich Karton auch als Träger für technische Erweiterungen nutzen. So wird aus einem einfachen Material ein kreatives Medium, mit dem sowohl gestalterische als auch technische Kompetenzen spielerisch gefördert werden.

Weitere Gedanken, Anmerkungen

Bei besonders dickem Karton, der z.B. zum Verstärken oder für größere Grundformen geeignet ist, muss beim Schneiden ziemlich viel Kraft aufgewendet werden. Wichtig: genaues Abmessen bzw. Abpausen! Funktioniert einfacher mit fertigen Vorlagen (z.B. Lego-Kopf). Einritzen in das Material könnte für Kinder zu schwierig sein.

Impulsidee 1 – Upcycling / Recycling

Es wird ausschließlich mit Karton gearbeitet, der sonst im Müll gelandet wäre. Das kann bedeuten, dass Schüler*innen Karton sammeln oder dass Karton verwendet wird, der in der Schule anfällt. Die unterschiedlichen Kartontypen und -formen erfordern kreatives Denken und einen angepassten Umgang. Gleichzeitig kann im Verlauf des Projekts über Recycling gesprochen werden.
Achtung: Bei unterschiedlichen Kartontypen kann eine deckende Grundierung erforderlich sein.

Besonders geeignet für:

Bildnerisches Gestalten,  Umweltbildung, Technisches Werken, Design- und Gestalten

Impulsidee 2 – Fächerübergreifend Mathematik, Verschnitt und Materialbedarf berechnen

Die Arbeit mit Karton kann im Mathematikunterricht vielseitig eingesetzt werden, insbesondere in den Bereichen Geometrie und Flächenberechnung. Beim Erstellen von Mustern für Cosplay-Rüstungen müssen Schüler Flächeninhalte berechnen, um den Materialbedarf zu bestimmen und Verschnitt zu minimieren. Dies fördert das räumliche Denken und die Anwendung von Formeln für Rechtecke, Dreiecke oder komplexere Formen. Zudem können Winkelberechnungen eine Rolle spielen, etwa bei 45°-Schnitten.(siehe auch: EVA-Foam) Durch praktisches Arbeiten mit Karton wird Mathematik anschaulich und greifbar, was das Verständnis für Maßeinheiten und Skalierung stärkt. So verbindet sich Theorie mit kreativem, handwerklichem Lernen.

Besonders geeignet für:

Mathematik, Fächerübergreifender Unterricht, Geometrie