Foam Clay
Foam Clay ist eine lufttrocknende Modelliermasse mit einer leichten, schaumartigen Textur, die sich hervorragend für detailreiche und dennoch leichte Cosplay-Elemente eignet. Da es einfach zu formen, zu schneiden und an andere Materialien anzupassen ist, wird es häufig für die Herstellung von komplizierten Verzierungen, Rüstungsdetails, Schmuck oder sogar ganzen Requisiten verwendet. Nach dem Trocknen behält Foam Clay seine Form und kann mit Dremel bearbeitet und bemalt werden, was Cosplayern ermöglicht, ihren Kreationen eine professionelle und haltbare Oberfläche zu verleihen. Foam Clay kann auch zum Auffüllen von Ritzen bei EVA-Foam-Teilen verwendet werden. Diese Ritzen entstehen durch das Zusammenkleben von nicht ganz präzise geschnittenen Teilen. Es braucht zu Beginn etwas Experimentieren, damit man ein Gefühl bekommt, wie sich der Foam Clay beim Trocknen verhält – das bestimmt, wie viel man in die Ritzen einbringt. Überstehendes kann nach dem Trocknen mit Dremel oder auch Schleifpapier vorsichtig entfernt werden, bis man eine glatte Oberfläche hat, die man dann durch Grundierung und Bemalung weiter bearbeiten kann.
Mögliche Lernbereiche:
Kreativität, Materialkunde
Materialvorschlag
- Foam Clay
- Unterlage
- Silikonformen mit verschiedenen Motiven
Foam Clay ist eine lufttrocknende Modelliermasse mit einer leichten, schaumartigen Textur, die sich besonders gut für die Herstellung von detailreichen, aber dennoch leichten Cosplay-Elementen eignet. Im Gegensatz zu EVA-Foam, das in Plattenform kommt und vor allem durch Zuschneiden, Erhitzen und Verformen verwendet wird, lässt sich Foam Clay wie eine Modelliermasse direkt von Hand formen und an andere Materialien anpassen. Im Vergleich zu FIMO Air, einer ebenfalls lufttrocknenden, aber deutlich dichteren und festeren Modelliermasse, ist Foam Clay leichter und eignet sich besser für große, hohle oder flexible Teile.
Durch diese Eigenschaften wird Foam Clay häufig für komplizierte Verzierungen, filigrane Rüstungsdetails, Schmuck oder ganze Requisiten eingesetzt. Nach dem Trocknen behält es seine Form und kann mit Dremel (glätten von Kanten) bearbeitet und bemalt werden, was den Cosplayer*innen ermöglicht, ihren Kreationen eine professionelle, stabile und optisch ansprechende Oberfläche zu verleihen.
Im Unterricht bietet Foam Clay die Möglichkeit, verschiedene Materialeigenschaften kennenzulernen und die handwerklichen Fähigkeiten im Modellieren, Gestalten und Oberflächenbearbeiten zu fördern. Die Arbeit mit Foam Clay unterstützt Kreativität und Präzision, während die unterschiedlichen Materialeigenschaften von EVA-Foam, Foam Clay und FIMO Air ein besseres Verständnis für Auswahl und Einsatz von Werkstoffen vermitteln. So verbindet sich technisches Wissen mit künstlerischem Ausdruck und nachhaltigem, ressourcenschonendem Arbeiten.
Weitere Gedanken, Anmerkungen
Trocknungszeit mitbedenken!
Vorbereitete, fertig getrocktendes Beispiel zu Beginn herzeigen, um Schüler*innen ein Gefühl für das Endprodukt zu geben.
Foamclay-Reste trocknen auch in den mitgelieferten Behältern relativ rasch und sind nicht mehr ideal verwendbar. Materialverwendung gut planen. Ganz leicht angetrocknerer Foam Clay kann mit ganz wenig Wasser wieder geschmeidig geknetet werden. Auch Foam Clay muss grundiert werden, bevor man es mit Acrylfarben oder spezieller EVA-Farbe bemalt. Es gibt im Cosplay Shop allerdings auch Kombiprodukte, die Primer (Grundierung) und Deckfarbe in einem sind.
Impulsidee 1 – Schmuck und Accessoires aus Foam Clay
Die Schüler*innen gestalten eigene Schmuckstücke, Broschen, Medaillons oder Gürtelapplikationen passend zu einem selbstgewählten oder vorgegebenen Charakter. Dabei lernen sie, wie Foam Clay sich formen, modellieren und an bestehende Objekte anpassen lässt. Ergänzend dazu können sie auch Silikonformen verwenden, in die der Foam Clay einfach nur dicht hineingedrückt werden muss, die aber keinerlei eigene Kreativität zulassen. Nach dem Trocknen werden die Stücke bemalt und in einer kleinen Ausstellung präsentiert. So wird nicht nur das kreative Gestalten gefördert, sondern auch das Arbeiten mit verschiedenen Materialeigenschaften und Oberflächengestaltungen erprobt.
Besonders geeignet für:
Requisitenbau, Bühnenbildgestaltung
Impulsidee 2 – Materialkunde-Workshop: Foam Clay, EVA-Foam und FIMO Air im Vergleich
In einem praktischen Stationensbetrieb testen die Schüler*innen die drei Materialien EVA-Foam, Foam Clay und FIMO Air. Sie modellieren, schneiden und bemalen jeweils ein kleines Objekt und vergleichen anschließend Trocknungszeit, Gewicht, Verarbeitungsaufwand und Oberflächenwirkung. In einer gemeinsamen Auswertung werden Vor- und Nachteile sowie Einsatzmöglichkeiten für unterschiedliche Projekte besprochen. So wird ein praxisnahes Materialverständnis und ein reflektierter Umgang mit Werkstoffen gefördert.
Besonders geeignet für:
Materialkunde, Requisitenbau

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