Cosplay als Ausdrucksmittel

Schüler*innen lernen, wie sie ihre persönliche Identität durch Cosplay ausdrücken können. Dabei reflektieren sie über ihre Wahl der Charaktere und entwickeln ein Bewusstsein für Vielfalt und Individualität.

Mögliche Lernbereiche:

Selbstausdruck, Persönlichkeitsentwicklung, Sozialkompetenz

Materialvorschlag

  • Kostüme
  • Schminke
  • Material für Anpassungen

Empfohlene Literatur / weiterführende Links:

 

Charakterwahl, Reflexion über eigene Identität, Stereotype sowie Role-Models, Umsetzung eines individuellen Cosplays, Präsentation

Weitere Gedanken, Anmerkungen

Wichtig ist es, eine offene und wertschätzende Atmosphäre zu schaffen. Besonders effektiv in Verbindung mit Reflexionsgesprächen. Es ist darauf zu achten, dass die von den Schüler*innen als Grund für die Wahl genannten Eigenschaften von den anderen Schüler*innen nicht abgewertet werden. In einer VS nannten einige Schüler*innen die Schönheit der Prinzessinen als Grund oder manche Schüler wählten Tiere, weil sie die Serien oder den Film dazu gern mögen. Es kann sinnvoll im Vorfeld schon zu thematisieren, dass Menschen verschiedenes toll, interessant und wünschswert finden und mit den Schüler*innen eine Haltung zu erarbeiten, dass das ok ist. Im Grunde arbeitet man in diesem Themenfeld auch an Mobbingprävention. Von uns in der Forschungsphase befragte Cosplayer*innen gaben an, im „echten“ Leben schüchtern zu sein oder auch mit depressiven Symptomen zu kämpfen – das Cosplaying ermöglicht ihnen, Ressourcen in sich zu aktivieren, die sie im Alltag wenig zur Verfügung haben. Gleichzeitig erleben sie sich dann – zwar im Cosplay, aber doch auch in ihrem eigenen Körper – bei der Verköperung von Kompetenzen und Eigenschaften, die sie sich selbst nicht zuschreiben. Cosplay kann so zu einer Möglichkeit werden, positive Referenzerfahrungen zu machen.

Impulsidee 1 – Charakterwahl mit Bedeutung

Schüler*innen wählen eine Figur, die etwas über sie selbst aussagt. In kurzen Präsentationen stellen sie vor, warum sie diesen Charakter gewählt haben und was sie daran inspiriert.

Besonders geeignet für:

Identitätsbildung, Vielfalt, Cosplay, Persönlichkeitsentwicklung

Impulsidee 2 – Eigene Held*innenfigur erfinden

Die Schüler*innen entwerfen eine fiktive Figur, die bestimmte Eigenschaften oder Wünsche verkörpert, die sie selbst in sich tragen oder bewundern. Wenn die Klassengemeinschaft oder Arbeitsgruppe einen sicheren Rahmen bietet, können auch Reflexionen angestellt werden, warum man sich diese Eigenschaften wünscht und ob es Situationen gibt, in denen man diese an sich selbst auch schon erlebt hat. So kann eine Spur zur Wahrnehmung gelegt werden, dass man bestimmte Eigenschaften vielleicht nicht immer zur Verfügung hat, dass man diese Kompetenzen aber proaktiv weiterentwickeln kann.

Besonders geeignet für:

Identitätsbildung, Vielfalt, Cosplay, Persönlichkeitsentwicklung

Impulsidee 3 – Selfie-Projekt: Wer bin ich im Cosplay?

Mit Fotos oder kurzen Videos halten die Schüler*innen Momente fest, in denen sie sich in ihrer Rolle am wohlsten fühlen, und reflektieren im Anschluss, was diese Inszenierung für sie bedeutet.

Besonders geeignet für:

Identitätsbildung, Vielfalt, Cosplay, Persönlichkeitsentwicklung, Sozialkompetenz